Seit 40 Jahren bietet der Frauennotruf gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen e.V. in Heidelberg anonyme, kostenlose und parteiliche Beratung für Frauen und Mädchen ab 14 Jahren, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Darüber hinaus beraten wir Partner*innen, unterstützende Angehörige, Freund*innen sowie Institutionen und Fachkräfte.

Der zweite große Bereich unserer Arbeit liegt in der Prävention sexualisierter Gewalt: vor über 20 Jahren entstand das Präventionsprojekt „Mädchen stärken – Mädchen stützen“. Unser Angebot umfasst hier zum einen die Mädchenarbeit in Form von Workshops und Sprechstunden an weiterfüh­renden Schulen - aber auch Infostände vor Diskotheken zum Thema k.o.-Tropfen. 

Zum anderen bieten wir Selbstbehauptungskurse für Frauen an sowie Fortbildungen für Fachkräfte und sonstige Interessierte. Außerdem unterstützen wir Schulen und andere Einrichtungen bei der Entwicklung von Schutzkonzepten.

Neben der Beratung und Begleitung und der wichtigen Präventionsarbeit ist uns die Öffentlich­keitsarbeit ein großes Anliegen. Hier geht es zum einen darum, die Be­kanntheit des Frauennotrufs zu steigern, um möglichst viele betroffene Frauen und Mädchen zu erreichen, und zum anderen darum, die Öffent­lichkeit für das Tabuthema sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren. 

Mit verschiedensten Aktivitäten wie Infoständen, Veranstaltungen, Mitmach-Aktionen vor Diskotheken oder Flyer-Aktionen versuchen wir den Fokus der Öffentlichkeit auf das

Im Rahmen des festlichen Neujahrskonzerts mit der Philharmonie Baden-Baden im Kulturzentrum Harres St. Leon-Rot wurden von Verlagsleiter Klaus Nussbaum in diesem Jahr an zwei Heidelberger Vereine Spendenschecks der Nussbaum Stiftung überreicht. Die Spenden gingen an den Frauennotruf gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen e.V. und Frauen helfen Frauen e.V.

Ein ganz herzliches Dankeschön an Klaus Nussbaum und die Nussbaum Stiftung für die großzügige Spende in Höhe von 5.000 € und einen unvergesslichen Konzert-Abend! 

In der Zeit, in der sich junge Studentinnen oftmals zum ersten Mal in Freiheit, Selbstständigkeit und Eigenverantwortung ausleben dürfen, wird dies durch K.o. -Tropfen und sexuelle Gewalt eingeschränkt. Gerade als Damenverbindung, die sich auf die ersten Studentinnen Heidelbergs zurückbesinnt, ist es den Alt-Heidelbergerinnen wichtig, die Selbstständigkeit von jungen Frauen zu fördern und zu schützen. Daher war es den Frauen ein Anliegen, den Frauennotruf, der selbst aus der Frauenbewegung entstammt und sich für die Rechte der Frauen einsetzt, bei ihrer Kampagne gegen K.o.-Tropfen zu unterstützen und verkauften Bücher auf dem Flohmarkt. Viele der Mitglieder der Alt-Heidelbergerinnen sind Studentinnen und haben selbst persönliche oder indirekte Erfahrungen mit der Problematik K.o.-Tropfen sammeln müssen. Es entstand ein lebhafter Austausch über das Ausmaß sexualisierter Gewalt, Unterstützungsmöglichkeiten durch den Frauennotruf, Schutzkonzepten in Schulen und an der Universität, aber auch über die notwendige Veränderung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen.

Spendenübergabe Alt Heidelbergerinnen

 

Im Rahmen ihrer jährlichen Spendenaktion überreichten Mitarbeitende der BBBank Heidelberg am 6. Dezember 2017 einen Spendenscheck im Wert von 1.500,- Euro an den Frauennotruf gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen e.V. Heidelberg. Hierfür haben die Auszubildenden Lose verkauft, um den Gewinn aus dem Verkauf an verschiedene Projekte zu spenden, die die Azubis für unterstützenswert halten. 

Auszubildende der BBBank nahmen an einem Workshop zur K.O.-Tropfen Prävention des Frauennotrufs in der Berufsschule teil und waren so überzeugt von der Notwendigkeit der Arbeit, dass sie den Frauennotruf als Spendenempfänger vorgeschlagen haben. Die Spende unterstützt die Präventionsarbeit des Frauennotrufs, insbesondere beim Thema K.O.-Tropfen, bei dem es leider weiterhin viel Handlungs- und Aufklärungsbedarf gibt. Wir bedanken uns ganz herzlich bei der BBBank Heidelberg und bei ihren engagierten Azubis für die Unterstützung und freuen uns darüber, dass unsere Arbeit nachhaltig im Gedächtnis bleibt.

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Namen von links nach rechts die Mitarbeitenden der BBBank: Oliver Katz, Franziska Reinhart, Vanessa Krüger

Vom Frauennotruf ganz rechts Sophia Schreiber